Mich plagt das schlechte Gewissen. Dieses Jahr ist hier das Monster-Schnecken-Jahr. Nach 2 Jahren hier in der Wildnis unseres Gartens habe ich mich dazu durchgerungen, Schneckenkörner anzuwenden, gegen jegliche Überzeugung.
Nachdem dieses Jahr alle (ALLE) Gemüse-Saaten, meine neuen Hostas, und schlussendlich auch noch die liebevoll angezogenen zarten Salatsetzlinge Opfer der schleimigen Art wurden, hab ich dann doch mal Ferramol ausgebracht - wenigstens kann so unser Igel weiterleben… Na ja, meine gastropodophile Seite hat doch noch durchgeschlagen: Zuvor habe ich alle auffindbaren Häuschenschnecken ins Exil gebracht! Bin wohl der einzige Mensch der sowas macht, auf dieser Welt, aber Häuschenschnecken find ich süss, und obschon Ferramol auf der Packung schon fast penetrant betont, dass eigentlich niemand ausser den bösen Nacktschnecken umgebracht wird, denke ich, dass man die häuschenbewohnenden Cousins marketing-technisch grosszügig übersehen hat…
Dafür kann ich jetzt Hainbänderschnecken von Gartenbänderschnecken unterscheiden. Erstere haben einen schwarzen Ring um die Häuschenöffnung, letztere nicht, auch wenn sie sonst gleich aussehen. Am coolsten sind aber immer noch unsere unzähligen Weinberg-Schnecken. Die wohnen vielleicht schon seit 20 Jahren hier - solange unser Haus steht!